Nerven

In der Herbstausgabe-2016 der Seko-Bayern "Selbsthilfe in Bayern - ein Wegweiser" macht auf Seite 47 Herr Michael Stahn, Leiter der Patientenorientierung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) auf das wertvolle Zusammenspiel von Selbsthilfegruppen und behandelten Arzt aufmerksam.

Sahen die Ärzte in den 90-zgern die Selbsthilfegruppen als besserwissende Konkurẹnz, so haben sie mittlerweile bemerkt, dass das Zusammenspiel zum besseren Vertrauen in die Ärzte und zu einem kooperativen Verhalten im Rahmen der Therapie führen. Das Hand in Hand arbeiten fördert letztendlich einen besseren Therapieerfolg.

Den ganzen Artikel "Selbsthilfe - eine wertvolle Ergänzung" können Sie hier nachlesen.

 

 


 

Im Infobrief 2017-03 informierte der Kreisbrandrat im LK Passau Feuerwehrleute zum Notfall-USB-Stick, den Patienten mit seltenen Erkrankungen und ungewöhnlichen Dosierungen von Medikamenten bei sich tragen können.

Persönliche Daten immer parat … NOTFALL USB-Stick

Da Krankheiten wie beispielhaft das „Stiff-Person-Syndrom“ sehr selten sind und sich bei einem Notfall der Notarzt über die hohen Mengen von Benzodiazepinen wundern könnte, wurde betroffenen Patienten mit Unterstützung der Selbsthilfegruppe (Regensburg Stiff-Person-Syndorm) nahegelegt, ihre kompletten persönlichen Datensätze, die eigene Krankheitsgeschichte und offizielle Leitlinien des Stiff-Man-Syndroms auf einem am Körper tragbaren USB-Stick zu speichern, sodass sich der Notarzt und weitere Rettungskräfte schnellst möglich einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild, einschließlich individueller Medikation, verschaffen können.


Der Notfallstick kann als Armband, Schlüsselanhänger, Kette, … getragen werden. Im Notfall ist es wichtig, den Rettungsdienst / Notarzt auf das Tragen eines Notfallstick´s aufmerksam zu machen. Notfallstick´s sind in der Regel mit SOS gekennzeichnet.


Hier einige Beispiele von unterschiedlichen USB-Variationen

 


 

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. wurde am Mittwoch, den 10. Mai 2017 im Allgäuhaus in Wertach nahezu einstimmig ein neuer Vorstand gewählt.


Neben dem Geschäftsführer des Selbsthilfezentrums München, Klaus Grothe-Bortlik, der nun schon zum dritten Mal für eine neue Amtszeit kandidierte und bei den Mitgliedern und Kooperationspartnern gleichermaßen geschätzt wird, wurden zwei sehr engagierte Frauen in den dreiköpfigen Vorstand gewählt.


Eine davon ist Renate Mitleger-Lehner aus München, die sich als Rechtsanwältin seit Jahren für dasThema Selbsthilfe engagiert.


Renate Mitleger-Lehner erzählte bei ihrer Vorstellung, dass ihr das Thema Selbsthilfe immer mehr ans Herz gewachsen sei. Nicht erst seit der Herausgabe des von ihr verfassten Bestsellers „Recht für Selbsthilfegruppen“, der erstmals im Jahre 2010 erschien, hat sie sich inhaltlich intensiv mit juristischen Fragen rund um die Selbsthilfe beschäftigt (z.B. in der Vorläuferbroschüre „Recht und Haftung für Selbsthilfegruppen, 1995“ oder als ehrenamtliche Beraterin einer Selbsthilfegruppe für Frauen in Trennungs- und Scheidungssituationen).


Seit 6 Jahren ist sie als Fortbildnerin für Selbsthilfegruppen, Organisationen und Selbsthilfekontaktstellen unterwegs. Dabei hat sich die Anwältin auch über die bayerischen Grenzen hinaus im gesamten Bundesgebiet für Selbsthilfe einen sehr guten Namen gemacht. In Bayern erweiterte sie ihre Vortragstätigkeit in den Bereich Bürgerschaftliches Engagement.


Ergänzt wird das Vorstandstrio durch Gudrun Hobrecht, einer Diplomsozialpädagogin, die beim Caritasverband Scheinfeld und Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim seit 15 Jahren im Selbsthilfe-Büro vor Ort tätig ist. Gudrun Hobrecht erklärte, dass sie ihre langjährigen Erfahrungen als Selbsthilfeunterstützerin im ländlichen Raum einbringen möchte und sich über die neue verantwortungsvolle Aufgabe auf Landesebene sehr freut.


Die Geschäftsführerin der Selbsthilfekoordination Bayern, Theresa Keidel, gratulierte den drei gewählten Vorständen und freut sich mit ihrem Team und den anderen bayerischen Selbsthilfeberater/innen sehr auf eine gute Zusammenarbeit.


In Bayern gibt es 11 000 Selbsthilfegruppen zu ca. 900 Themen, die von den 32 selbsthilfeunterstützenden Einrichtungen des Vereins SeKo Bayern beraten und unterstützt werden. Der Verein SeKo Bayern bietet Informationen, Fortbildungen, Großveranstaltungen und Kooperationen rund um das Thema Selbsthilfe an. Die nächste große Fachtagung findet am 8. Juli 2017 in Passau zum Thema „Sucht trifft DICH und MICH“ statt.


Mehr Informationen unter www.seko-bayern.de